Sachsen | 17. August 2018

Mit Gerüst und Rüstung: die Sanierung der Burg Gnandstein

Ob sich die Erbauer von Burg Gnandstein jemals hätten träumen lassen, dass ihre Mauern einmal von den tapferen Gerüstbauern der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH erobert werden würden?

Rund 800 Jahre sind es her, da errichtete die adelige Familie von Schladebach ihren stattlichen Adelssitz auf einem Porphyrit-Felsen über dem Tal der Whyra, ziemlich genau zwischen Leipzig und Chemnitz.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Gnandstein mehrfach ausgebaut: Eine Ringmauer kam hinzu, ein stolzer Bergfried wurde errichtet, der Palas erhöht und seine Mauern verstärkt.

Heute gehört Gnandstein zum Ort Kohren-Salis im Kohrener Land und ist ein beliebtes Ausflugsziel: Kaisersaal, Schlossgalerie und Kemenate bietet eine prächtige Kulisse zum Feiern, Tagen und Heiraten.

Doch so trutzig und wehrhaft sich die Burg erhebt, nagt doch der Zahn der Zeit an dem uralten Gemäuer. Das Unternehmen Intec beauftragte deshalb die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein, ein Gerüst für die anstehenden Sanierungsarbeiten zu errichten – auf dem Plan stehen das Granulatstrahlen der Fugen und eine Neuverspachtelung.

Die Bauherren von Gnandstein wählten ihren Standort übrigens so geschickt, dass eventuelle Angreifer keine Chance hatten, mit Truppen und Belagerungsmaschinen anzurücken. Der schroffe Fels ist bestens dafür geeignet, unerwünschte Eindringlinge fern zu halten. Tatsächlich wurde Burg Gnandstein in ihrer jahrhundertealten Geschichte nicht ein einziges Mal erobert.

Kein Standplatz? Dann muss ein Hängegerüst her

Selbst heute noch ist die Anlage der Burg eine Herausforderung – und zwar für den Gerüstbau. Auch er findet keine zuverlässige Basis, um ein herkömmliches Standgerüst sicher an der Burgmauer zu montieren.

Aber natürlich kennt der Spezialgerüstbau eine Lösung, die auch ohne stabile Standfläche auskommt. In solchen Fällen hat sich nämlich das Hängegerüst bewährt. Und natürlich sollte es speziell ausgebildeten und erfahrenen Gerüstbauern vorbehalten sein, ein solches Gerüst direkt an der Fassade zu verankern.

Denn nicht nur der Aufbau des Hängegerüsts, auch der Materialtransport ist bei einem Gebäude wie der Burg Gnandstein alles andere als business as usual. Wie gesagt: Eine mittelalterliche Burg sollte möglichst unzugänglich sein. Die Ausrüstung heutiger Gerüstbauer oder sogar Baustellenfahrzeuge hat man im Mittelalter schon ganz und gar nicht einkalkuliert. Trotzdem werden es die Gerüstbauer von Gemeinhardt schaffen, einen Autokran einzusetzen, der für eine schnelle Montage und Demontage sorgt.

Nicht zuletzt galt es noch einen weiteren Punkt zu beachten: War Burg Gnandstein früher ein reines Zweck- und Repräsentationsgebäude, hat sie mit dem Ende des Mittelalters ihre Wehrfunktion komplett verloren. Sie ist heute ein Denkmal, und das will pfleglich behandelt werden, ebenso wie die umgebende Natur.

Das Hängegerüst an der Burg Gnandstein wird deshalb ein schützendes Gewand in Form einer Gerüstverkleidung erhalten. Strahlgut und Putzmaterial kann so nicht in die Natur gelangen oder Menschen und Gebäude gefährden. Die Handwerker werden ihrerseits vor Regen, Wind und praller Sonne geschützt.

Gute Planung spart Zeit und Geld

Auch aus anderen Gründen dürften es die mittelalterlichen Erbauer von Burg Gnandstein erheblich beschwerlicher gehabt haben als die heutigen Restaurateure. Die können Rücken und Kniegelenke nämlich durch einen praktischen Lastenaufzug schonen. Ein Treppenturm erleichtert ihnen den Zugang zur Baustelle. Die extrabreiten Gerüstkonsolen bieten reichlich Freiraum zum Arbeiten.

Gerüst und Rüstung

Und man höre und staune: Selbst die modernen Burgeroberer tragen eine Art Rüstung, ganz wie die alten Ritter: Wenn Schutzhelm, Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe auch heute ganz anders aussehen als ein Harnisch und Kettenhemd von damals – und auch bedeutend leichter zu tragen sind.

Es muss nicht gleich eine Burg sein. Auch bei anderen Instandsetzungsvorhaben zahlt sich professioneller Spezialgerüstbau aus.

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