Fassadengerüst und Arbeitsgerüst

Das Schutzgerüst in Form von einem Fassadengerüst und einem Arbeitsgerüst dient als temporäre Hilfskonstruktion für Arbeiten an Bauwerken, die ohne einem Gerüst nicht sicher oder nur schwer auszuführen sind. Ab einer Arbeitshöhe von 2 m ist der Einsatz eines Gerüstes vorgeschrieben!

Lastklassen

Gerüste müssen ausreichend tragfähig sein, um die Lasten aus Personen, Arbeitsmaterialien sowie den Arbeitsgeräten zu tragen:

  • Lastklasse 3:
    Gleichmäßig verteilte Flächenlast: 2,0 kN/qm
    Klasse der lichten Höhe: H2 (Durchgangshöhe 1,90 m)
    Breitenklasse der Gerüstlagen: W 06 – W 09 (Belagbreite 0,60 – 0,90 m)
    für Maler-, Vollwärmeschutz-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten
  • Lastklassen 4 – 6:
    Gleichmäßig verteilte Flächenlast: 3,0 kN/qm – 6,0 kN/qm
    Klasse der lichten Höhe: H2 (Durchgangshöhe 1,90 m)
    Breitenklasse der Gerüstlagen: W 09 – W 120 (Belagbreite 0,90 – 1,20 m)
    für Maurer-, Steinmetz- und Sanierungsarbeiten (Abbruch)

Systemgerüst und Stahlrohrkupplungsgerüst

Zudem unterscheidet man im Gerüstbau noch einmal unter den Typen „Systemgerüst“ und „Stahlrohrkupplungsgerüst“. Systemgerüste werden aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt, wobei man Abweichungen von der Standartform stets neu berechnen muss, um Sicherheit und Stabilität weiterhin zu gewährleisten. Stahlrohrkupplungsgerüste werden dagegen, wie der Name bereits sagt, aus Stahlrohren vor Ort zusammengebaut.

Aufbau

Der Aufbau von einem Fassadengerüst und Arbeitsgerüst darf ausschließlich durch fähiges Fachpersonal erfolgen. Zudem ist eine aussagekräftige Montageanweisung auf der Baustelle Pflicht. Dass dabei keine beschädigten Gerüstteile verwendet werden dürfen, versteht sich von selbst, aber auch Gerüstbereiche, die fertiggestellt sind, müssen jeweils dementsprechend gekennzeichnet werden. Dies gilt auch für die noch nicht fertigen Gerüstbereiche.

Ein sicheres Fassadengerüst zeichnet sich durch bestimmte Komponenten aus. Dazu gehört unter anderem ein Geländer, das hoch und stabil genug ist, um Abstürze zu verhindern. Die Bordbretter müssen stabil und dick genug sein, um Arbeiter und Material tragen zu können. Zudem gibt es feste Abstände, die nicht überschritten werden dürfen, um einen Absturz entlang der Fassade zu vermeiden.

Arbeitsgerüste zur Fassadenarbeit können auch als freistehendes Gerüst aufgebaut werden.

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