Aktuelles, Frankfurt, Hessen | 21. September 2017

An diesem Ort kann eigentlich kein Gerüst stehen – muss aber

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

„Gibt das Leben dir Zitronen, mach Limonade daraus.“

Sicher fallen auch Ihnen ein paar motivierende Sprichwörter ein, die in schwierigen Situationen weiterhelfen sollen.

Wir haben auch einen:

Bauwerke werden nicht für Gerüste erschaffen. Sondern Gerüste werden für Bauwerke erschaffen.

Will heißen: Planer oder Architekt haben an vieles zu denken – es dem Gerüstbauer leicht zu machen, gehört nicht zu ihren Aufgaben. Der Gerüstbauer muss schon mit dem zurechtkommen, was er auf der Baustelle vorfindet. Es ist sein Job, Herausforderungen zu lieben. Und das erst recht, wenn es um den Spezialgerüstbau geht. Hat der sich doch per Definition den schwierigen Fällen verschrieben.

So wird das Gerüst im laufenden Betrieb nicht zum Störfaktor

Also dann mal ran an die Arbeit.

In diesem Fall: Die Unterführung an einem Bahnsteig der S-Bahn Frankfurt, nahe dem Messegelände.

Wir müssen die Fahrstuhlverglasung mit dem Werbemotiv eines großen Autobauern versehen und sie vorher reinigen, hatte der Kunde gesagt, die Wilbri GmbH in Lilienthal.

Die Unterführung an einem Bahnsteig der S-Bahn Frankfurt, nahe dem Messegelände.

Und das an einem Ort, der so gar nicht für ein Gerüst geschaffen ist: Auf der einen Seite Glas, auf der anderen Seite eine Brüstung. Der Untergrund: eine Treppe zur Unterführung, stark begangen durch den Messebetrieb. Alle paar Minuten kommt eine S-Bahn mit ungeduldigen Fahrgästen.

Haben Sie mitgezählt? Drei Herausforderungen für ein einziges Gerüst: Am Glas kann kein Gerüst verankert werden. Außerdem soll es ja beklebt werden, muss also frei bleiben. Die Treppe kein gleichmäßig ebener Untergrund und damit kein idealer Standort für ein Gerüst. Und den Fußgängern ist so eine Baustelle einfach nur im Weg.

Passt zwischen Glas und Passanten noch ein Gerüst?

Als das richtige Equipment für solche Fälle hat sich wieder einmal das Layher Allroundgerüst erwiesen. Mit seinen Anschlusspunkten im Abstand von 50 Zentimetern lässt es sich wunderbar an Teppen anpassen.

Da die Glasflächen ausfielen, blieb nur, in die andere Richtung zu verankern. An der Brüstung des Treppenabgangs konnte das Gerüst standsicher verklammert werden.

Und die Fußgänger? Die Streben zwischen Gerüst und Brüstung waren hoch genug angebracht, dass sie unbehindert darunter hindurchgehen konnten.

Drei Tage waren nötig, um das Gerüst aufzubauen, wieder abzubauen, dazwischen die Scheiben zu reinigen und mit einem neuen Design zu versehen.

Blieb noch der Materialtransport – keine einfache Aufgabe auf der Treppe. Zudem stand der LKW 50 Meter entfernt. Aber auch hier hieß „erschwert“ nicht gleich „unmöglich“. Eine Lösung findet sich immer.

Wenn Sie ein ähnliches Projekt haben? Denken Sie nicht über das Gerüst nach – das machen wir schon.

Aber denken Sie daran, den richtigen Gerüstbauer zu fragen.