Aktuelles, Bad Schandau, Sachsen | 1. September 2017

Beherrscht Ihr Gerüstbauer den Seiltrick?

Mancher könnte meinen, Gerüstbauer haben mit Artisten einiges gemeinsam. Sich schwindelfrei in großen Höhen bewegen, das beherrschen beide. Und bei dem einen oder anderen Auftrag wird auch schon mal augenzwinkernd verlangt, ein tragfähiges Gerüst zu „zaubern“.

Doch ein echter Gerüstbauer wird bei solchen Vergleichen eher verständnislos mit dem Kopf schütteln. Schließlich hat er einen Job zu tun und keine Show abzuliefern. Handwerk ist kein Zirkus. Und wenn Sie die gesetzlichen Bestimmungen und auch unsere eigenen hohen Sicherheits- und Qualitätsansprüche bedenken, sind Sie schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Akrobatik am Gerüst – das geht schon mal gar nicht.

Trotzdem muss auch der Gerüstbau so manchen Trick auf Lager haben. Schon deshalb, weil einige Aufgaben alles andere als Routine sind. Schier unmögliche Probleme mit Gerüst zu lösen, gehört zum Portfolio eines Spezialgerüstbau-Unternehmens wie der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH.

Es sind die anspruchsvollen Baustellen, an denen oft ein wenig Hexerei nötig ist. Ein Gerüst an einem Einfamilienhaus braucht großen Sachverstand, ist aber meist keine große Kunst. Aber wie sieht es zum Beispiel bei Brückenbauwerken aus, an denen Bahn- und Straßenverkehr sich kreuzen? Hier müsste sich eine Baustelle samt Gerüst manchmal unsichtbar machen können, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern. Und da das aktuell noch nicht funktioniert, sind andere Lösungen gefragt.

Manege frei – die Gerüstbauer kommen

Im sächsischen Bad Schandau wird die Bahnstrecke Berlin – Prag von der Bundesstraße 172 gekreuzt. Zahlreiche Schäden an der Brücke erforderten Sanierungsarbeiten, um die Stand- und Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Parallel gestaltet die DB AG den Bahnhof von Bad Schandau um.

Die Bauarbeiten an der Fahrbrücke würden auf jeden Fall den Bahnbetrieb beeinträchtigen. Zwar können die Sperrzeiten der Bahn genutzt werden. Doch das bedeutet, mit vielen Unterbrechungen zu arbeiten und die Sanierung in die Länge zu ziehen. Unangenehm für alle Beteiligten.

Was konnte der Gerüstbau tun, um möglichst wenig dieser wertvollen Zeit in Anspruch zu nehmen? Zaubern war angesagt.

Das hochgesteckte Ziel: In so wenigen Sperrpausen wie möglich ein Hängegerüst von 800 Quadratmetern zu installieren und wieder zu deinstallieren.

Die Sächsische Bau GmbH aus Chemnitz und das Straßenbauamt Meißen-Dresden beauftragten die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH, dafür eine Lösung zu finden.

Wie hätten Sie dieses Verkehrsproblem gelöst?

Simsalabim – aus dem Hut zogen die Gerüstbauspezialisten von Gemeinhardt folgende Idee: Ein Flächengerüst, das mit Seilwinden hochgezogen werden konnte.

Mit fest installierten Standgerüsten wären etliche Sperrungen der Bahnstrecke nötig gewesen – und das über vier Gleise. Die gesamte Bahnstrecke wäre zum Erliegen gekommen.

Durch den „Seiltrick“ konnte das gesamte Hängegerüst in nur einer Sperrpause abmontiert werden. Der Zugverkehr wurde so wenig wie möglich beeinträchtigt. Die Sanierungsarbeiten gingen zügig voran und der Kunde profitierte von einer gewaltigen Zeitersparnis.

Eine Gemeinsamkeit zwischen dem erfolgreichen Gerüstbauer und dem erfolgreichen Artisten muss noch erwähnt werden: Beide brauchen nicht nur Talent – sie müssen alle Regeln ihres Handwerks hundertprozentig beherrschen, damit der Trick gelingt. Und sie brauchen jede Menge Erfahrung, damit ihre Leistung wirklich leicht und mühelos erscheint.

Was dürfen wir für Sie aus der Trickkiste des Gerüstbaus ziehen? Sprechen Sie mit uns.