Niederstriegis Gerüst
Niederstriegis, Sachsen | 5. Mai 2017

So wird Ihr Gerüst zum universellen Problemlöser am Bau

„Guten Tag, Herr Stuber, wir haben ein Bauprojekt. Können Sie uns ein Gerüst dafür liefern?“ So lautet gewöhnlich der Auftrag an einen Gerüstbauer. Und ja, natürlich können wir das. Was der Kunde jedoch nicht bedenkt: Er braucht zunächst gar kein Gerüst. Er braucht Lösungen für die Herausforderungen, die ihn beim Bau erwarten.

Er hat technische und logistische Aufgaben zu bewältigen. Dazu kommen Terminpläne und Budgets. Weshalb er natürlich daran interessiert ist, sein Projekt möglichst reibungslos ablaufen zu lassen.

Aber es geht noch weiter: Da wären einmal die Arbeiter, die einen Zugang zur Baustelle benötigen. Sie müssen gefahrlos agieren können – vor allem, wenn es in schwindelnde Höhen geht. Zudem hat der Kunde als Bauherr Vorschriften einzuhalten. Er darf den Straßenverkehr nicht behindern und sollte die Anwohner nicht unnötig mit Lärm und Dreck belästigen.

Bei Gemeinhardt Gerüstbau bohren wir deshalb gerne nach: Was will der Kunde wirklich? Wie sieht das Bauprojekt als Ganzes aus, wie im Detail? Welche Gewerke sind beteiligt, wie sind die Abläufe geplant?

Viele Herausforderungen lassen sich mit Gerüst lösen

Nehmen wir die Kirche in Niederstriegis, einem Ortsteil der sächsischen Stadt Roßwein. Kirchturm und Teile des Kirchenschiffes waren dringend sanierungsbedürftig. Besonders der Putz an der Ostseite war schadhaft. Und die Turmhaube brauchte ein neues Schieferdach.

Dann gab es noch die Turmkugel mit dem Kreuz ganz oben an der Spitze. Auf sie richtete sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, der Presse und der Denkmalpfleger gleichermaßen. Gespannt war man vor allem, was die Erbauer der Kirche einst an Zeitzeugnissen in ihrem Inneren konserviert hatten.

Gemeinhardt Gerüstbau ging die Aufgabe mit einer Gerüstkonstruktion aus Layher Blitzgerüst an. Mit Gitterträgern wurde der Turm freitragend bis in eine Höhe von 16 Metern eingerüstet. Über dem Kirchenschiff wurden Gitterträgerbrücken eingebaut und die Lasten des Gerüstes in das Mauerwerk eingeleitet.

Dachdecker, Zimmerleute, Maurer und Restauratoren bewegten sich auf sicheren Arbeitsplätzen bis hinauf zur Kirchturmspitze. Alle Bereiche des Turms konnten vom Gerüst aus bearbeitet werden.

Auch für die Einrüstung der Turmhaube fand der Gerüstbau eine Lösung: Konsolen und Gitterträger wurden eingesetzt, um ihrer anspruchsvolle Geometrie gerecht zu werden.

Durch sorgfältige Planung musste der Kirchenbetrieb nur geringfügig eingeschränkt werden. Und die Besucher des angrenzenden Friedhofs wurden durch die Bauarbeiten kaum gestört.

Auf dem fertigen Gerüst wurden die Sanierungsarbeiten dann zügig durchgeführt, die Fassade verputzt und gestrichen, das Dach neu gedeckt und die Traufkanten erneuert.

Schließlich konnte auch die Turmkugel sicher geborgen werden. Und was war nun darin verborgen? Pfarrer Heiko Jadatz stieß nach dem Öffnen auf eine Metallhülse, die historische Dokumente von 1850 und 1900 enthielt. Aus ihnen ging hervor, dass die Kirche nicht zum ersten Mal saniert wurde. Man erfuhr, dass einst ein Blitzschutz angebracht wurde und der Turmknopf eine Vergoldung erhielt. Und dass man im Jahr 1900 12,20 Mark für ein Scheffel Weizen zahlte und 2,50 Mark für einen Zentner Kartoffeln.

Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten hatten die Gemeindemitglieder nun Gelegenheit, die Turmkugel mit Zeitzeugen aus ihrer eigenen Gegenwart zu bestücken. Wer weiß, wie viele Jahrzehnte vergehen werden, bis das nächste Gerüst an den Kirchturm in Niederstriegis angelegt wird?

Suchen auch Sie einen universellen Problemlöser für die Herausforderungen bei Ihrem Bauprojekt? Dann sprechen Sie mit uns.

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