Bild: Gemeinhardt Service GmbH
Cornberg, Hessen | 14. September 2026

Planung einer Kabelbehelfsbrücke

Planung einer Kabelbehelfsbrücke – präzise Bestandserfassung mit 3D-Punktwolkenscan

Temporäre Kabelbehelfsbrücken kommen zum Einsatz, wenn Bahnkabel während einer Baumaßnahme sicher über Straßen oder andere Verkehrsbereiche geführt werden müssen. Entscheidend für eine wirtschaftliche Konstruktion ist dabei eine präzise Planung auf Grundlage der tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten.

Für dieses Projekt sollte zunächst eine rund 20 Meter lange Kabelbehelfsbrücke geplant werden. Da keine ausreichenden Bestandsdaten vorlagen, erfassten wir die örtliche Situation mithilfe eines 3D-Punktwolkenscans. Die digitale Bestandserfassung zeigte: Der tatsächlich erforderliche Umfang war deutlich größer als ursprünglich angenommen.

Aufgabe

Planung einer temporären Kabelbehelfsbrücke zur sicheren Führung von Bahnkabeln über eine Straße während einer Baumaßnahme.

Ziel war es, die erforderlichen Spannweiten, Auflagerpunkte und den tatsächlichen Kabelbedarf präzise zu ermitteln und auf dieser Grundlage eine sichere und wirtschaftliche Sonderkonstruktion zu planen.

Besondere Herausforderungen

  • Fehlende bzw. unvollständige Bestandspläne der örtlichen Gegebenheiten
  • Präzise Ermittlung der erforderlichen Spannweiten und Auflagerpunkte
  • Berücksichtigung des tatsächlichen Kabelbedarfs
  • Wirtschaftliche Dimensionierung der temporären Konstruktion
  • Planung auf Grundlage der realen Bestandssituation

Unsere Lösung

Um eine verlässliche Planungsgrundlage zu schaffen, führten wir zunächst einen 3D-Punktwolkenscan der örtlichen Gegebenheiten durch. Auf diese Weise konnten präzise digitale Bestandsdaten für die weitere Planung gewonnen werden.

Ursprünglich war eine 20 Meter lange Kabelbehelfsbrücke ausgeschrieben. Die detaillierte Auswertung der Bestandssituation zeigte jedoch, dass für die tatsächlichen Gegebenheiten eine Kabelführung von rund 65 Metern erforderlich war.

Durch die digitale Bestandserfassung konnte diese erhebliche Abweichung bereits während der Planung erkannt werden. Die Kabelbehelfsbrücke ließ sich dadurch entsprechend des tatsächlichen Bedarfs dimensionieren und die erforderlichen Spannweiten und Auflager konnten gezielt geplant werden.

Das Projekt verdeutlicht, welchen Stellenwert eine fachgerechte Planung bereits in der Ausschreibungsphase hat. Präzise digitale Bestandsdaten schaffen Planungssicherheit und helfen dabei, Abweichungen zwischen Ausschreibung und tatsächlichem Leistungsumfang frühzeitig zu erkennen.

Die Kombination aus moderner Vermessungstechnik und Erfahrung in der Planung von Gerüst- und Sonderkonstruktionen bildet damit die Grundlage für sichere, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Lösungen.

Projektdaten

Ort / Bundesland: Cornberg, Hessen

Gerüstart: Temporäre Kabelbehelfsbrücke / Sonderkonstruktion

Planungsgrundlage: 3D-Punktwolkenscan

Ursprünglich ausgeschrieben: ca. 20 m Kabelbehelfsbrücke

Tatsächlich ermittelter Bedarf: ca. 65 m Kabelführung

Einsatzbereich: Bahnbau / Kabelführung / Sonderkonstruktion

Bild: Gemeinhardt Service GmbH